Als Kantischülerin eine Woche bei Polarstern

Lisa Biedermann geht am Gymnasium in Olten zur Schule und war für ein Wirtschaftspraktikum während einer Woche bei der Kommunikationsagentur Polarstern. Im Praktikumsbericht schildert sie ihre Erkenntnisse aus dieser Woche.

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Einblick | Lisa Biedermann konnte während einer Woche in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter von Polarstern und den einiger Coworker des Coworking Space Loreto hineinsehen.

„Sucht euch ein Praktikum für eine Woche. Es muss etwas mit Wirtschaft zu tun haben. Abgesehen davon und vom Datum seid ihr frei, was ihr macht.“ So lautete unsere Aufgabe vor rund einem halben Jahr. Nach einigen Erkenntnissen, was ich nicht machen möchte, bin ich dann auf Polarstern gestossen. Nach einigen Mails und einem persönlichen Besuch zur Vorstellung war klar, hier möchte ich mein Praktikum machen.

Anfangs dieser Woche war ich noch etwas nervös. Was wird mich erwarten? Man bekommt immer wieder verschiedenste Geschichten zu Ohren. Von „Ich bin nur zum Kaffee holen da“ bis zu „Ich durfte sogar einige Dinge für das Unternehmen selbstständig machen“ ist alles dabei. Aber wie war es denn nun? Was war anders, als in einer Woche in der Schule? Als erstes auf jeden Fall viel weniger Zuhören und viel mehr selber Arbeiten. Klar gab es auch hier Zeiten, in welchen ich einfach zugehört habe, aber es war etwas Anderes, als den ganzen Tag Frontalunterricht zu haben.

Jeden Tag hatten Josephine und Andreas meine Aufgabenliste mit neuen Aufgaben erweitert. So hatte ich immer etwas zu tun und mir wurde nie langweilig, denn die Aufgaben waren ziemlich unterschiedlich. Vom Adressen eintippen über das Dabeisein an Meetings bis hin zum Daten recherchieren war vieles dabei. Und wenn das nicht gereicht hat oder sie das Gefühl hatten, dass ich etwas Abwechslung brauche, durfte ich auch bei den Anderen, die im Coworking Space arbeiten, einen Blick über die Schulter werfen. Klar waren viele Aufgaben solche, die man dem Praktikanten gibt. Aber das war nicht schlimm oder wurde ausgenutzt. Ich habe keine Erfahrung mit den meisten grossen Arbeiten eines solchen Unternehmens und wäre mit grösster Wahrscheinlichkeit ziemlich schnell überfordert, wenn ich so etwas alleine machen müsste und ganz ehrlich, den ganzen Tag nur neben jemandem zu sitzen und diesem beim Arbeiten zuzusehen ist auch nicht spannend. Deshalb fand ich den Mix zwischen eigenen kleinen Aufgaben und anderen über die Schulter blicken zu können genau richtig. Teilweise wurde ich sogar gefragt, ob ich bei einem Auftrag zusehen möchte als Arbeitsbeispiel oder mir wurden einige Aufgaben zur Auswahl gegeben. Den Grossteil meines Tages habe ich am Computer verbracht, was sonst eher eine Seltenheit ist, aber so konnte ich auch meine Word und Excel Kenntnisse wieder einmal auffrischen.

Das viele freie, selbstständige Arbeiten hat mir grossen Spass gemacht. Man sitzt nicht nur da und hört dem vorne zu, man kann wirklich etwas machen. Ich habe mich auch nie verloren gefühlt, wenn ich etwas nicht verstanden habe, konnte ich einfach aufstehen, zum Arbeitsplatz nebenan gehen und fragen. Auch sonst wurde mir vieles gleich von Anfang an erklärt, sodass ich gar nicht erst fragen musste.

Es waren auf jeden Fall eine spannende Woche mit vielen interessanten Eindrücken. Ich bin froh über die Entscheidung mein Praktikum bei Polarstern zu machen, denn ich habe mich wirklich wohl gefühlt und konnte vieles machen, was mir auch Spass gemacht hat. Da es hier mehrere Unternehmen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gibt, habe ich auch verschiedene Seiten der Kommunikation gesehen.