Content Marketing: Was hat der Leser vom Inhalt?

Content Marketing gibt in Kommunikationsabteilungen von Unternehmen zunehmend den Takt vor, wann wo welcher Inhalt publiziert wird. Für diesen Vorgang gibt es ein praktisches Tool, das den Nutzen eines Artikels, einer News oder einer sonstigen Information für die Leserschaft darstellt und erklärt.

Der Content wird dazu entlang der Dimensionen funktional/emotional und tiefgründig/vordergründig unterteilt. Lernt die Leserschaft etwas, erwirbt sie neues Wissen und kann das Gelesene später in irgendeiner Form anwenden oder geht es um emotionale Inhalte und um Werte, die keine Anwendung finden, aber vielleicht sogar wertvoller sind?

 

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Der Content Radar | Unterteilt den Inhalt eines Beitrags in vier Dimensionen.

Der Nutzen des Contents für die Leserschaft kann dann entsprechend dieser Dimensionen in vier Bereiche eingeteilt werden:

  • News/Information („Ich weiss Bescheid“)
  • Wissen („Ich habe etwas gelernt“)
  • Unterhaltung/Spass („Macht mir Spass“)
  • Beziehung/Sinn („Ich habe es verstanden“)

Ist der Content funktional und vordergründig, handelt es sich zum Beispiel um brandaktuelle News und Schlagzeilen. Dabei zählt vor allem der Nachrichtenwert und die Leserschaft ist up-to-date, weiss Bescheid. Bei funktionalem und tiefgründigem Content lernt man beim Lesen, allerdings eher sachliches Fachwissen. Emotionaler und tiefgründiger Content kann auch etwas lehren, jedoch auf einem anderen Level. Man lernt etwas für sich persönlich, teilt Werte und Motive. Kurze und amüsante Beiträge zum Zeitvertreib, wie sie oft in den sozialen Medien zu finden sind ergeben sich schliesslich aus vordergründigem und emotionalem Content.

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Der Nutzen für die Leserschaft | Ebenfalls unterteilt in vier Dimensionen.

 

Je mehr Ringe in einem Viertel des Kreises gefüllt werden können, also zutreffen, desto wichtiger ist dieser Bereich, bzw. desto mehr bietet der Beitrag in dieser Hinsicht an. Es gibt in diesem Modell für Content Marketing drei Kreise: Der innere Kreis wird als «me too» bezeichnet. Hier machen wir mit, haben aber keine Vorreiterrolle. Der zweite Kreis bedeutet «überdurchschnittlich» und der dritte «führend».

Der Content Radar kann so zur Bestimmung des Ist-Zustandes wie auch zur Festlegung des Wunschzustandes benutzt werden – also zur Planung. Es empfiehlt sich, einen Bereich zu wählen, in dem man als führend wahrgenommen wird, bzw. werden möchte. Publiziert man immer nur Content im «me too»-Kreis, läuft man Gefahr, im Wettbewerb unterzugehen. Allzu breit abgestützt zu sein führt wiederum zu einem unklaren Bild für die Leserschaft. Ein Profil ist deshalb wichtig und spiegelt sich in Inhalt, wie auch in den Formen der Inhalte wieder.

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