Die Welt ins Gleichgewicht bringen

Die UNO will bis 2030 die Ungleichheiten zwischen und innerhalb aller Staaten reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Staatengemeinschaft auch auf die Unterstützung von Firmen und Organisationen angewiesen.

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Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt laut einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam mehr als 50 Prozent des gesamten Weltvermögens. Eine Zahl, die einem vor Augen führt, wie ungleich Wohlstand auf unserer Erde verteilt ist. Die globalen Ungleichheiten sind extrem gross und laut UNO eines der grössten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Diese Ungleichheiten schränken ärmere gesellschaftliche Gruppen ein, sich am sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben beteiligen zu können.

Um dem Ungleichgewicht entgegenzuwirken, verfolgt die UNO in ihrer Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030 das Ziel, das Einkommenswachstum für die ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung zu erhöhen. Bis 2030 sollen alle Menschen sozial, wirtschaftlich wie auch politisch mitpartizipieren können und fähig zur Selbstbestimmung sein. Die Ungleichheiten zwischen und innerhalb der Staaten sollen reduziert werden. Für dieses Ziel strebt die UNO auch die Abschaffung von diskriminierenden Gesetzen, Politiken und Praktiken an. Zudem soll eine verantwortungsvolle Migrationspolitik betrieben werden, die eine geordnete und sichere Mobilität von Menschen gewährleistet.

Der Blick auf die aktuelle Flüchtlingspolitik in Europa zeigt, dass dieses Ziel dringend nötig ist. Durch den fehlenden Konsens über Verantwortlichkeiten zwischen den Staaten, wird die Zusammenarbeit, um die wachsenden Migrationsströme managen zu können, erschwert. Anstatt gemeinsam eine geordnete Migrationspolitik anzustreben, errichtet jeder Statt für sich seine Grenzen, Kontrollen und Kontingenten. Ein politisches Problem, wie es scheint. Dennoch können in anderen Bereichen auch wirtschaftliche Unternehmen, Institutionen und nicht politische Organisationen etwas zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels der UNO beitragen.

Chancengleichheit und Lohnfairness

Denn auch Unternehmen und Firmen stellen Systeme dar, in welche Menschen inkludiert oder exkludiert werden können. Indem eine Firma beispielsweise Menschen mit Migrationshintergrund die Chance auf einen Arbeitsplatz ermöglicht, wird eine gesellschaftliche Gruppe in das eigene Unternehmen eingeschlossen, die oft mit Exklusion zu kämpfen hat. So haben in der Schweiz beispielsweise Jugendliche aus dem Balkan viermal geringere Chancen eine Stelle zu finden als Schweizer Jugendliche. Wenn man solchen Gesellschaftsgruppen als Firma die gleiche Chance auf Arbeit ermöglicht wie allen anderen, trägt man schon einen Teil zum Nachhaltigkeitsziel der UNO bei. Ein weiterer Beitrag ist die faire Entlöhnung. Auch wer schlecht ausgebildete Arbeitskräfte beschäftig und nicht verpflichtet ist, hohe Löhne auszuzahlen, kann Engagement beweisen. Löhne, die den Menschen zumindest ein Existenzminimum ermöglichen, tragen zur wirtschaftlichen Inklusion einer ärmeren Bevölkerungsgruppe bei. Um mit dem Engagement auch über die Schweizer Grenzen hinauszuwirken, können zudem Entwicklungshilfsorganisationen unterstützt werden. Es gibt beispielsweise Hilfsprojekte, die sich für den Aufbau von Schulen und Bildungseinrichtungen in Entwicklungsländer engagieren. Solche Projekte sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Investition in die Bildung lohnt sich: Durch eine Ausbildung erhöht sich für Menschen in Entwicklungsländern die Chance, in den Arbeitsmarkt eintreten zu können und durch das vermittelte Wissen die Strukturen im eigenen Land aufbauen und verbessern zu können. Um das Nachhaltigkeitsziel der UNO zu unterstützen, sollten auch die Partnerschaften mit ausländischen Firmen gut ausgewählt werden. Es gibt heutzutage immer noch genügend Unternehmen, die ihre Arbeiterschaft ausbeuten und moderne Sklaverei betreiben. Wenn auf die Zusammenarbeit mit solchen Firmen verzichtet wird, trägt man einen Teil dazu bei, dass solche Praktiken nicht unterstützt werden und sich soziale Ungleichheiten nicht weiter reproduzieren.

Das wichtigste Kapital

Wer sich engagiert, soll dies auch kommunizieren. Da viele der vorgeschlagenen Massnahmen zur Unterstützung des UNO-Ziels sich im Hintergrund abspielen und für die Öffentlichkeit unsichtbar sind, müssen sie durch Kommunikation sichtbar gemacht werden. Um beispielsweise die Willkommenskultur im eigenen Unternehmen nach aussen zu kommunizieren, kann in Stelleninseraten auf den Wert der Vielfalt als gelebte Unternehmenskultur hingewiesen werden. Wer Produkte vertreibt oder herstellt, sollte in den Produktbeschrieben erwähnen, dass nur auf Partnerschaften mit fairen Unternehmen gesetzt wird. Auch bei Werbungen – seien dies Inserate, Fernseh- oder Radiowerbung – sollten diese Partnerschaften erwähnt werden. Um die Unterstützung von Hilfsprojekten zu unterstützen, eignet sich Social Media sehr gut. Über diese Kanäle können beispielsweise Beiträge des Projekts geteilt werden und mit dem eigenen Unternehmen in Verbindung gebracht werden. Auch Spendenaktionen, bei welchen Geld für den guten Zweck gesammelt wird, sind eine wirkungsvolle Methode, um das Engagement zu kommunizieren und die Werbetrommel für das eigene Unternehmen zu rühren. Sich gegen Ungleichheiten einzusetzen, lohnt sich schlussendlich nicht nur kommunikativ für die Firma. Der Mensch ist das wichtigste Kapital eines Unternehmens – wer da auch investiert, darf auf eine aussichtsreiche Zukunft hoffen.

Polarstern Agenda 2030 Ziele Sustainable Development Goals (SDG)

Handfestes Engagement für die Agenda 2030

Die UNO verabschiedete 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese umfasst insgesamt 17 Hauptziele, die die Staatengemeinschaft bis 2030 erreichen will. In unserer Newsserie Agenda 2030 stellen wir alle Ziele für nachhaltige Entwicklung einzeln vor und zeigen auf, wie Unternehmen und Institutionen sich für diese Ziele engagieren können. In jedem Newsbeitrag geben wir zudem Inputs, wie das Engagement erfolgreich kommuniziert werden kann.

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