Flüssiges Gold als freie Ressource

Wasser soll nicht mehr länger eine begrenzt zugängliche Ressource bleiben. Die UNO setzt sich als eines ihrer Hauptziele, der gesamten Weltbevölkerung den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen zu verschaffen. Wir geben Inputs, was Unternehmen dazu beitragen können.

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Wasser bedeutet Leben. Das sogenannte flüssige Gold ist eines der grundlegenden Elemente, die der Mensch zum Überleben benötigt. Wasser wird nicht umsonst so genannt: Obwohl der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen als ein Menschenrecht gilt, ist er längst nicht allen Menschen gewährleistet. Die begrenzte Ressource Wasser ist ein entscheidender Faktor für alle Aspekte der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung. Die UNO strebt in ihrer Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung an, das Menschenrecht auf Wasser für die gesamte Weltbevölkerung umzusetzen: Die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung soll für alle gewährleisten werden.

Neben diesem Hauptziel sieht die UNO weitere Unterziele zum Schutz und der Wiederherstellung von wasserverbundenen Ökosystemen wie Berge, Wälder, Flüsse oder Seen vor. So soll die Wasserqualität verbessert und die Verschmutzung von Wasser durch gefährliche Chemikalien verringert werden. Zudem will die Staatengemeinschaft für eine integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen auf allen Ebenen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern.

Jeder kann sich engagieren

Öffentliche wie auch private Unternehmen tragen einen entscheidenden Beitrag dazu bei, diese Ziele zu erreichen. Industriefirmen, die mit Chemikalien arbeiten, können ein striktes Entsorgungskonzept einführen, so dass keine schädlichen Abfälle mehr im Wasser landen. Unternehmen, die Produkte für Sanitäranlagen herstellen, können diese in Entwicklungsländer zu niedrigeren Tarifen exportieren. Auch mit Fachwissen können solche Unternehmen zur Verfügung stellen, indem sie eigene Fachkräfte für eine begrenzte Zeit in ein Entwicklungsland schicken und beim Bau von Sanitäranlagen mithelfen lassen.

Unternehmen, die sich weder mit einer umweltschonenden Entsorgung von schädlichen Abfällen noch mit Fachwissen und -produkten engagieren können, bleiben viele weitere Optionen. Organisationen wie Wasser für Wasser (WfW), die sich für sauberes Trinkwasser in Namibia einsetzt, sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Zudem sollte nicht nur im privaten Haushalt, sondern auch in der Firma auf den Wasserverbrauch geachtet werden. Durch gezielte Informationen können Mitarbeitenden für den moderaten Verbrauch von Wasser sensibilisiert werden.

Next step: Kommunikation

Das Engagement kann Hand in Hand mit der Kommunikation gehen. Die Organisation WfW stellt Firmen, die einen Beitrag spenden, Wasserkaraffen mit ihrem Logo zur Verfügung. Bei Sitzungen mit Kunden und Partner oder öffentlichen Konferenzen können die Firmen Hahnenwasser aus diesen Karaffen ausschenken und so ihr Engagement für Externe sichtbar machen. Auch Gastronomiebetriebe erhalten von WfW Flaschen, in denen sie ihren Gästen Hahnenwasser zu einem geringen Preis anbieten können. Der Erlös wird dann an die Organisation gespendet und die Gäste wissen, dass sich das Restaurant für eine gute Sache einsetzt – ein Deal, von dem beide Seiten nur profitieren können.

Nicht nur an der Front, auch online sollte das Engagement unbedingt kommuniziert werden. Wer Non-Profit-Organisationen unterstützt, sollte das auf der eigenen Website unter dem Unternehmensprofil aufführen. Auf Social Media hat man auch die Möglichkeit, Beiträge oder Links über das Hilfsprojekt zu posten und zu teilen, um sich so mit der Organisation in Verbindung zu bringen.

Unternehmen, die sich für eine wasserschonende Entsorgung ihrer Abfälle einsetzen, sollten dies auch unbedingt auf ihrer Website festhalten. Zudem kann man in potenziellen Printprodukten wie Broschüren oder Informationsflyer der Firma das Engagement vermerken. Grundsätzlich gilt die Devise, dass alle Kommunikationskanäle, die eine Firma bespielt, für die Kommunikation des Engagements genutzt werden können. Sei dies an der Front bei Meetings mit Kunden oder online auf der Website – entscheidend ist, das Engagement im Unternehmensbild zu integrieren.

Handfestes Engagement für die Agenda 2030

Die UNO verabschiedete 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese umfasst insgesamt 17 Hauptziele, die die Staatengemeinschaft bis 2030 erreichen will. In einer Newsserie stellen wir alle Ziele für nachhaltige Entwicklung einzeln vor und zeigen auf, wie Unternehmen und Institutionen sich für diese Ziele engagieren können. In jedem Newsbeitrag geben wir zudem Inputs, wie das Engagement erfolgreich kommuniziert werden kann.