Im Kampf gegen den Hunger

Bis 2030 will die UNO weltweit den Hunger beenden. Wir zeigen auf, wie sich Unternehmen für die Erreichung dieses Zieles einsetzen und ihr Engagement wirksam kommunizieren können.

Fast 800 Millionen Menschen leiden weltweit an Unterernährung. Die UNO hat es sich in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zum Ziel gesetzt, bis 2030 alle Formen von Unterernährung auf der Welt zu beenden. Dafür müsste Schätzungen zufolge die Lebensmittelproduktion bis 2050 mehr als verdoppelt werden. Die UNO strebt aber nicht nur Quantität, sondern auch Qualität an: Sie möchte neben der Überwindung des Hungers auch alle Formen von Mangelernährung beenden.

Um diese Ziele zu erreichen, soll unter anderem die landwirtschaftliche Produktivität sowie das Einkommen der Kleinbauern bis 2030 verdoppelt werden. Damit die steigende Nahrungsmittelproduktion nicht auf Kosten der Umwelt geht, sieht die UNO zudem Vorgaben zur Sicherstellung einer nachhaltigen Landwirtschaft vor.

Auch wenn wir in der Schweiz nicht von Unter- oder Mangelernährung betroffen sind – auch uns geht die Hungerproblematik etwas an. Wir essen schlussendlich alle vom gleichen Kuchen und sind für dessen nachhaltige Entwicklung und Vergrösserung, so dass alle ein Stück vom Kuchen haben, mitverantwortlich. Als Privatperson wie auch als Unternehmen stehen uns verschiedene Möglichkeiten offen, einen Beitrag zur Bekämpfung des weltweiten Hungers zu leisten.

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Keinen Hunger | Um die weltweite Unterernährung zu beenden und dafür zu sorgen, dass alle ein Stück vom Kuchen und genug zu essen haben, muss bis 2050 die Lebensmittelproduktion mehr als verdoppelt werden.

Bildung und Technik

Fachspezifische Unternehmen haben dabei einen grossen Handlungsspielraum. Technisch versierte Firmen, die vielleicht sogar auf Agrartechnik spezialisiert sind, können Produkte zu angemessen Tarifen bereitstellen, die eine moderne Bewirtschaftung der Böden in hungerbetroffenen Ländern ermöglichen. Nicht nur die Technik, auch das Wissen spielt für eine produktive Landwirtschaft eine entscheidende Rolle. Schulen, Universitäten und landwirtschaftliche Betriebe haben die Möglichkeit, Dienstleistungen in Form von Bildung und Schulungen anzubieten, in denen sie ihr Fachwissen über die Landwirtschaft an die Kleinbauern weitergeben. Die Lancierung von landwirtschaftlichen Beratungsdiensten mit Fachkräften vor Ort sind eine zusätzliche Möglichkeit, Bauern in hungerbetroffenen Regionen zu unterstützen.

Finanzielle Unterstützung

Auch Unternehmen, die mit Landwirtschaft gar nichts am Hut haben, können sich gegen das weltweite Hungern engagieren. In Form von Spenden vermögen sie beispielsweise die Agrar- und Pflanzentechnikforschung zu fördern. Mit finanziellen Beiträgen können auch Hilfswerke unterstützt werden, welche die Verbesserung der ländlichen Infrastruktur in hungerbetroffenen Ländern vorantreiben. Lebensmittelproduzenten und Grossverteiler können nichtverkaufte Ware spenden, statt sie wegzuwerfen.

Das Engagement sichtbar machen

Wer sich engagiert, soll dies für sein Unternehmensbild auch nach aussen kommunizieren. Das Spenden kann dabei Hand in Hand mit der Kommunikation gehen. Beim Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung hat man die Möglichkeit, damit zu werben, dass ein Teil des Gewinns an ein Hilfswerk gespendet wird, das sich für die Modernisierung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern einsetzt. So kann einerseits der Verkauf angekurbelt und anderseits das Engagement wirkungsvoll kommuniziert werden. Als Kommunikationsform stehen einem verschiedenste Optionen offen: Die Aktion kann man als Produktbeschriftung, mittels Fernseh- oder Radiowerbung, Plakaten, Social Media oder einem Internetauftritt kommunizieren. Wer sich nicht mit Spenden, sondern mit Fachwissen oder spezifischen Produkten und Dienstleistungen engagiert, sollte dies auch unbedingt beim eigenen Internetauftritt und Unternehmensprofil aufführen. Mittels Kampagnen kann die Öffentlichkeit zudem gezielt auf das Engagement aufmerksam gemacht und für die Hunger-Problematik sensibilisiert werden. Wenn die kreativen Ideen für eine Kampagne noch nicht fliessen oder es bei der Umsetzung hapert – Polarstern bietet gerne Unterstützung an. Wichtig ist auf jeden Fall: Wer sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt, soll sein Engagement auch sichtbar machen.

Polarstern Agenda 2030 Ziele Sustainable Development Goals (SDG)

Handfestes Engagement für die Agenda 2030

Die UNO verabschiedete 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese umfasst insgesamt 17 Hauptziele, die die Staatengemeinschaft bis 2030 erreichen will. In unserer Newsserie Agenda 2030 stellen wir alle Ziele für nachhaltige Entwicklung einzeln vor und zeigen auf, wie Unternehmen und Institutionen sich für diese Ziele engagieren können. In jedem Newsbeitrag geben wir zudem Inputs, wie das Engagement erfolgreich kommuniziert werden kann.

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