Nonverbale Kommunikation – was ist das?

Nonverbale Kommunikation (Verständigung ohne Worte) bezeichnet jenen Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation, der ohne Einsatz von Sprache erfolgt. Er wird auch averbale Kommunikation genannt.

polarstern nonverbale kommunikation

Nonverbale Kommunikation | Die Verständigung ohne Worte. Quelle: Fotolia

Nonverbale und verbale Kommunikation ergänzen sich gegenseitig: Nonverbale Kommunikation kann verbale Kommunikation ersetzen (z. B. durch ein Kopfnicken anstelle eines «Ja»), verstärken (z. B. durch ein Kopfnicken und einem gesprochenen «Ja»), modifizieren (z. B. ein ironischer Gesichtsausdruck) oder ihr widersprechen (z. B. ein Kopfnicken bei einem gesprochenen «Nein»). Nonverbale Kommunikation beeinflusst auch die wahrgenommene Glaubwürdigkeit von Sender:innen.

Es gibt es verschiedene Ausdrucksformen, die im Alltag teils bewusst teils unbewusst verwendet werden:

  • Gestik (Bewegung von Armen, Händen, Kopf)
  • Mimik (Gesichtsausdruck)
  • Blickkontakt
  • Körperhaltung (beispielsweise verschränkte Arme)
  • Raumverhalten (körperliche Distanz zu Gesprächspartner:innen)
  • Paraverbale Kommunikation (nonverbale Aspekte von gesprochener oder geschriebener Sprache wie zum Beispiel Intonation, Stimmhöhe, Sprechgeschwindigkeit oder persönliche Schrift)

Auch bei der Interaktion mit einem Hund oder anderen Haustieren handelt es sich um nonverbale Kommunikation. Sie ist somit speziesübergreifend. Im weiteren Sinne können auch Signale wie Kleidung, die Wahl des Autos etc. dazu gezählt werden, denn sie alle offenbaren Gesprächspartner:innen gewisse Informationen.

Zu der nonverbalen Kommunikation gehören auch optische Zeichen. Diese lassen sich in der Regel schnell lesen und transportieren auf wenig Platz viel Informationen (z. B. ein Stopp-Schild). Das macht sie für die Unternehmenskommunikation sehr wichtig. Auf Websites, in Social Media, Broschüren oder Kundenmagazinen wird sie zur Vermittlung von Botschaften verwendet, die sich verbal niemals so konzentriert ausdrücken lassen würden – zum Beispiel Emotionen in Form von Fotos, steigende Verkaufszahlen mit Diagrammen und Anweisungen mit Piktogrammen. Zudem sorgen nonverbale Elemente (z. B. Corporate Design, grafisches Layout) dafür, dass verbale Inhalte besser gefunden, wahrgenommen und verarbeitet werden können.

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