Orientierung im Social-Media-Dschungel

Die Welt der sozialen Medien ist ständig in Bewegung. Während einige Plattformen klanglos verschwinden, kommen laufend neue hinzu. Für Unternehmen ist es zuweilen schwierig, mit den Entwicklungen Schritt zu halten und sich im Social-Media-Dschungel zurechtzufinden. Wir liefern eine Übersicht und können Sie dabei unterstützen.

social media smartphone

Always on | Kaum jemand kann sich heute den sozialen Medien gänzlich entziehen. Das gilt auch für Unternehmen. Quelle: Pexels

Kaum hat man den Auftritt auf einer Plattform firmenintern und -extern etabliert, taucht schon wieder ein neuer Kanal auf. Doch je nach Ausrichtung und Ziel muss ein Unternehmen nicht gleich auf jeden neuen Zug aufspringen. Wir von der Kommunikationsagentur Polarstern beraten Sie gerne in Sachen Social Media und haben die wichtigsten Fakten zu den Plattformen zusammengetragen.

Facebook: Unterhaltung ist King

Zwar ist Facebook mit ungefähr 3,5 Millionen Nutzenden in der Schweiz noch immer sehr weit verbreitet. Doch bei den ganz jungen Zielgruppen ist Facebook nicht mehr in. In der Social-Media-Studie von xeit gmbh gaben im Jahr 2019 ganze 48 % der unter 19-Jährigen an, Facebook überhaupt nicht zu nutzen. Noch offen ist, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt dem Netzwerk beitreten werden oder nicht.
Die Grundregel für die Nutzung von Facebook lautet: Die Leute wollen grundsätzlich unterhalten werden. Grosser Beliebtheit erfreuen sich amüsante Videos und Bilder, aber auch Inhalte mit Informationsgehalt – am besten allerdings in kleinen Häppchen. Facebook bietet ausserdem die besten Möglichkeiten, bei bezahlten Posts die Zielgruppen klar einzugrenzen, was bei Werbung ein grosser Vorteil ist.

Twitter: Newsroom und Kundenschalter zugleich

Twitter ist eine wichtige Plattform für Medien, Journalistinnen und Meinungsmacher. Insgesamt herrscht eine anspruchsvollere Atmosphäre als auf anderen Social-Media-Kanälen. Mehr als die Unterhaltung steht hier die Information und Wissensvermittlung im Vordergrund. Twitter-Nutzende in der Schweiz sind im Schnitt über 30 Jahre alt, neugierig und aufgeschlossen. Diejenigen, die auf Twitter einem Unternehmen oder einer Marke folgen, tun dies insbesondere aus zwei Gründen: Um Updates zu neuen Produkten zu erhalten oder um über Firmenaktivitäten informiert zu werden. Twitter eignet sich für die Kundenbetreuung und um verdauliche, gut aufbereitete Informationen zu verbreiten. Auf Twitter können Firmen ihre Expertise zeigen, indem sie auf (eigene) Studien verweisen oder Wissen in anderer Form teilen, und indem sie sich in aktuelle Debatten einbringen. Dieser Kanal eignet sich deswegen sehr gut für B2B-Unternehmen mit viel Fachwissen.

Youtube: Von Tutorials bis Trash

Die Nutzung von Youtube hat in den letzten Jahren stetig zugenommen; die Plattform ist mittlerweile die zweitwichtigste Suchmaschine überhaupt. Auf Youtube finden sich Videos zu unterschiedlichsten Inhalten, von Tutorials bis hin zu Trash. Es gilt: Hier wollen sich die Nutzenden zurücklehnen und entweder nur unterhalten werden oder aber im Konsum-Modus etwas lernen. Wenn Unternehmen regelmässig Video-Content aufbereiten, lohnt sich ein eigenständiger Kanal. Neben unterhaltsamen Inhalten funktionieren auch solche mit Service-Charakter sehr gut, beispielsweise Erklärvideos zu Produkten oder zur Vermittlung von komplexen Inhalten. Damit positionieren sich Unternehmen als Experten. Der Nachteil von Youtube: Es gibt wenig Funktionen fürs Community-Management.

Digimonitor 2019

Mediennutzung in der Schweiz | Facebook verliert an Bedeutung, Instagram wächst. Seit 2014 erhebt die Studie Digimonitor jährlich die Nutzung von elektronischen Medien und Geräten in der Schweiz. Quelle: IGEM Schweiz

 

LinkedIn: Austausch unter Experten

In der Schweiz ist LinkedIn mittlerweile das wichtigste digitale Business-Netzwerk, das deutsche Pendant xing verliert zunehmend an Bedeutung. LinkedIn ist das Hauptinstrument, um sich als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und neue Mitarbeitende zu gewinnen. Immer mehr Unternehmen nutzen diese Plattform auch, um Wissen zu verbreiten und Fachgruppen zu pflegen. LinkedIn eignet sich gut, um mit Spezialistinnen und Spezialisten in Kontakt zu treten und fachliche Diskussionen zu führen. Und das ist erwünscht: Gemäss der Social-Media-Studie von xeit sind 55 % der Befragten offen für Themen, welche das Umfeld oder die Branche des Unternehmens betreffen.

Instagram: Visuell und schnell

In der Schweiz ist Instagram derzeit die am stärksten wachsende Plattform. Besonders beliebt ist sie bei den unter 25-Jährigen. Die wichtigste Voraussetzung für die Bewirtschaftung ist hochqualitatives Bild- und/oder Videomaterial. Inhalte werden visuell transportiert. Links können nicht bei den einzelnen Posts platziert werden, sondern lediglich in der Biografie oder bei Follower-starken Profilen in den Storys durch die «swipe up»-Funktion. Insgesamt ist die Darstellung reduziert und rasch konsumierbar. Für den Instagram-Kanal benötigt ein Unternehmen kreative und ästhetische Inhalte, die unterhalten und zu 100 Prozent mobiltauglich sind.

Snapchat und TikTok: Die Welt der Teenager

Diese beiden Kanäle werden vor allem von Jugendlichen unter 20 Jahren regelmässig genutzt. Bei Snapchat lautet das oberste Credo: aktueller und authentischer Content mit Live-Feeling und ohne Anspruch auf Perfektion. Die Inhalte sind jedoch aufwändig zu produzieren und verschwinden innerhalb von 24 Stunden wieder. TikTok ist so etwas wie Instagram für Musik: kurze, selbstgedrehte Videos werden mit Musik untermalt. Dazu wird häufig getanzt oder gesungen. Für Unternehmen ist es schwierig, sich auf diesen beiden Plattformen zu präsentieren, ohne lächerlich zu wirken. Doch wer sehr junge Zielgruppen ansprechen will, kann wohl kaum darauf verzichten. Hier lohnt es sich, mit jungen Personen zusammen zu arbeiten, um authentische und zielgruppengerechte Inhalte produzieren zu können.

Möchten auch Sie Ihre digitale Präsenz auf Social-Media verstärken? Wir von der Kommunikationsagentur Polarstern beraten und/oder unterstützen Sie gerne dabei! Hier geht’s zu unserem Angebot.

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