Perpetuum mobile der Kommunikation

Das Perpetuum mobile ist der Traum jedes Unternehmers: eine Maschine, die nach der Initialzündung bis in alle Ewigkeit pausenlos Lärm macht für die eigenen Produkte. Doch was die vier Grundkräfte der Physik nicht zulassen, gelingt auch der besten Unternehmenskommunikation nicht. Und das ist gut so.

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«Perpetuum mobile» | Bild: Paul Scheerbart

Immer wieder tauchen Ideen für technische Geräte auf, die – einmal in Gang gesetzt – ewig in Bewegung bleiben sollen. Und auch für die Kommunikation gibt es regelmässig Ankündigungen neuer Instrumente, die wie von alleine Produkte bekannt machen und Käufer anziehen. In der vergangenen Dekade war das mal die Website, später die Suchmaschine und aktueller gehören Facebook sowie Twitter dazu.

Kontinuierliche Investitionen in Bekanntheit und Reputation
Doch ebensowenig wie die Naturwissenschaft kennt die Unternehmenskommunikation das Perpetuum mobile. Keine langfristig ausgerichtete Massnahme kann einmal abgefeuert und dann vergessen werden. Gefragt ist vielmehr ein stetes Engagement. Die Erfahrung zeigt, dass kleinere, dafür regelmässige Aktivitäten langfristig mehr bringen als grosse einmalige Aktionen. Letztere erzeugen zwar schnell eine höhere Ausstrahlung. Doch wer diese nicht mit zusätzlichen Massnahmen zu halten vermag, verliert den kommunikativen Vorteil rasch wieder.

Aus diesem Grund lohnt es sich mit Hilfe einer klaren Kommunikationsstrategie, seine Massnahmen gezielt zu planen und zeitlich wie auch inhaltlich und formal aufeinander abzustimmen (integrierte Kommunikation). Nur auf diese Weise kann unnötige Reibungswärme, sprich ein Effizienzverlust, so weit wie möglich reduziert werden.

Die Unmöglichkeit des Perpetuum mobile hat zweifellos auch Vorteile: Wenn alle Unternehmen und Organisationen ihre Kommunikation komplett automatisieren könnten, würden sämtliche Konsumentinnen und Konsumenten sowie alle anderen Anspruchsgruppen in einem Super-GAU der Informationen untergehen. So aber bleiben gute Möglichkeiten, mit der richtigen Strategie die eigene Bekanntheit und Reputation langfristig zu erhöhen bzw. zu stärken.

Übrigens: Der Plan für ein Perpetuum mobile kann beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum gar nicht erst angemeldet werden. Denn zur Prüfung nationaler Patentanmeldungen gehört gemäss Richtlinien, «ob die Erfindung in Widerspruch zu einem naturwissenschaftlichen Gesetz steht (z.B. ein Perpetuum mobile erster oder zweiter Art; s. BGer 31.07.1996, vgl. sic! 1/1997, 77). Ein solcher Patenthinderungsgrund ist weder widerlegbar noch heilbar, auch nicht durch Änderung der Anspruchskategorie.»

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