Sonne, Wind und Wasser – die Energiequellen der Zukunft

Die UNO will bis 2030 allen Menschen den Zugang zu bezahlbaren und sauberen Energiedienstleistungen ermöglichen. Um dies zu erreichen, müssen auch Industriestaaten vermehrt auf erneuerbare Energien umsatteln. Unternehmen bietet sich eine breite Palette an Möglichkeiten, um ihre Energiestrategie diesem Ziel anzupassen.

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Energie ist für die Entwicklung eines Landes eine unerlässliche Grundvoraussetzung. Sie ist der Antrieb und die Grundessenz von allem: Energie ermöglicht technologischer Fortschritt und moderne Infrastrukturen; sei es für das Gesundheitswesen, die Landwirtschaft oder die Wohnbevölkerung. Kurzum, die Ressource Energie ist eine der nötigen Hauptzutaten, dass unsere modernen Industriestaaten überhaupt funktionieren können. Trotz dieser Tatsache haben heute noch weltweit 1,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. 2,5 Milliarden Menschen hängen zudem von traditioneller Biomasse als Energiequelle ab. Deshalb hält die UNO in ihrer Agenda für nachhaltige Entwicklung als eines ihrer Hauptziele fest, bis 2030 der gesamten Weltbevölkerung den Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen Energiedienstleistungen zu ermöglichen. Zudem soll der Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöht und die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppelt werden. Ohne die Mitarbeit der verschiedenen Weltstaaten und Grosskonzerne, die einen grossen Anteil vom Energieverschleiss ausmachen, wird dieses Ziel aber kaum zu erreichen sein. Auch kleine Unternehmen tragen ihren Teil der Verantwortung und können zu einem umweltbewussten Umgang mit Energie beitragen – wir sagen wie.

Das Potenzial der Sonne

Sei es Wasser als Energiequelle, Bio-, Sonnen- oder Windenergie – es gibt zahlreiche Variationen von erneuerbarer Energie, die genutzt werden können. Für Unternehmen bietet sich die Sonnenergie als einfachste Lösung an. Die Sonne ist das grösste Kraftwerk überhaupt – ihr Potenzial wird jedoch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft. Durch die laufend sinkenden Kosten von solarthermischen und photovoltaischen Anlagen, wird es für Gross- wie auch Kleinfirmen möglich, auf die Sonnenenergie umzusteigen. Wenn man bedenkt, dass eine Solarzellenfläche von der Grösse Österreichs ausreichen würde, um den gesamten Energiebedarf der Menschheit zu decken, wird einem das enorme Potenzial der Sonnenenergie bewusst.

Eine andere Möglichkeit saubere Energie zu nutzen, ist der Einsatz von Erd- oder Biogas. Das Erdgas reduziert den CO2-Auststoss um rund 25 Prozent im Vergleich zum Heizöl. Auch bei den Firmenautos kann Bio- oder Erdgas als Treibstoff genutzt werden. Mit einem Biogasanteil von 45 Prozent hat Erdgas/Biogas als Treibstoff einen um über 50 Prozent geringeren CO2-Ausstoss als Benzin. Landwirtschaftliche Betriebe können die Vorteile einer Biogasanlage nutzen. Abfälle jeglicher Art, seien es Schlachtabfälle, Essenreste oder sonstige verwertbare Bioabfälle ­– sie alle können zur Erzeugung von Wärme und Strom eingesetzt werden und zusätzlich guter Dünger für die Landwirtschaft sein.

Export in Entwicklungsländer

Firmen, die selbst Kraftwerke mit erneuerbaren Energien betreiben, sollten ihre Technologien unbedingt ins Ausland exportieren. Unternehmen, die Photovoltaik-, Solar- oder Windkraftanlagen herstellen und entwickeln oder in anderen Bereichen der erneuerbaren Energie Experten sind, sollten ihr Fachwissen unbedingt an Entwicklungsländer weitergeben. Dies kann durch Produkteexport oder auch durch die Lancierung eines Projekts, in dem beispielsweise eine Solaranlage bei einem Schulhaus in einem Entwicklungsland angebracht wird, geschehen. Wichtig ist, das Wissen über die erneuerbaren Energien und wie sie mittels Technologie und Baukonstruktionen gewonnen werden können, an weniger entwickelte Länder weiterzugeben.

Einen weiteren Punkt, der jedes Unternehmen umsetzen kann, ist der sparsame Umgang mit Energie. Mitarbeitende können selbst für kleine Massnahmen sensibilisiert werden, zum Beispiel die Lichter oder bei längerer Abwesenheit ihre Geräte auszuschalten. Auch kann ein Unternehmen übers Wochenende die Heizungen reduzieren, um nicht unnötig Energie zu verbrauchen.

Eine lohnenswerte Investition

Das Engagement für erneuerbare Energien sollte auf jeden Fall nach aussen kommuniziert werden. Einerseits für die eigene Reputation und anderseits auch, um andere Firmen den Anstoss zu geben, auf erneuerbare Energien umzusatteln. Die Kommunikation kann auf verschiedenste Arten erfolgen. So können beispielsweise die Firmenautos mit Slogans wie „Wir fahren mit Erdgas“ beschriftet werden – Fremd- und Eigenwerbung zugleich. Wer Sonnenenergie mittels Solaranlagen oder Photovoltaikanlagen nutzt, sollte dies auf der firmeneigenen Website im Unternehmensprofil vermerken. Auch können Social Media dazu genutzt werden, um beispielsweise die Installierung einer Solaranlage live mit dem Posten von Fotos zu dokumentieren. Öffentliche Institutionen wie Schulen können die Öffentlichkeit zu einem Aktionstag einladen, an dem die Solaranlage vorgestellt und verschiedene andere Arten von erneuerbarer Energie mittels Ständen oder einem Postenlauf kennengelernt werden können. Firmen steht es offen, bei der Versendung des Jahresberichts oder einer neuen Produktebroschüre ihre Kunden, beispielweise mittels eines Zusatzflyers, auf ihr Engagement für erneuerbare Energie aufmerksam zu machen. Die Palette an Kommunikationsmitteln ist vielfältig. Wer auf erneuerbare Energien setzt, tut auf jeden Fall nicht nur der Umwelt etwas Gutes – wirtschaftlich gesehen lohnt es sich auch: Die Anschaffung einer Solaranlage mag eine grosse finanzielle Investition sein, langfristig betrachtet können die Energiekosten aber deutlich gesenkt werden.

Polarstern Agenda 2030 Ziele Sustainable Development Goals (SDG)

Handfestes Engagement für die Agenda 2030

Die UNO verabschiedete 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese umfasst insgesamt 17 Hauptziele, die die Staatengemeinschaft bis 2030 erreichen will. In unserer Newsserie Agenda 2030 stellen wir alle Ziele für nachhaltige Entwicklung einzeln vor und zeigen auf, wie Unternehmen und Institutionen sich für diese Ziele engagieren können. In jedem Newsbeitrag geben wir zudem Inputs, wie das Engagement erfolgreich kommuniziert werden kann.

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