Wissen ist Macht: Bildung als Grundstein, um die Welt zu ändern

Über sieben Millionen Erwachsene können nicht lesen und schreiben und fast 60 Millionen Kinder haben keine Grundschulbildung. Um dies zu ändern, will die UNO weltweit allen Menschen Zugang zu hochwertiger Bildung ermöglichen. Auch Unternehmen und Institutionen können sich für dieses Ziel einsetzen. Wir sagen wie.

«Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.» Nelson Mandela wusste bei diesem Zitat genau, wovon er sprach: Bildung ist auch heute noch einer der entscheidenden Schlüssel, damit sich Länder entwickeln können. Sei es um Armut, Hunger oder Krankheiten zu bekämpfen – Bildung ist eine der Grundvoraussetzungen, um allen Ländern eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Nicht nur Mandela war die Macht und Wirkungskraft der Bildung bewusst. Auch die UNO greift sie in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als eines ihrer Hauptziele auf. Mit dem Ziel «Hochwertige Bildung» fordert sie, dass alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene Zugang zu einer hochwertigen Grund- und Berufsbildung erhalten. Diese soll sich an deren individuellen Bedürfnissen und Lebensumfeld ausrichten und aufeinander abgestimmt sein.

polarstern-news-agenda-2030-ziel-4

Bildung | Die Agenda sieht vor, dass bis 2030 alle Menschen weltweit die Möglichkeit zu einer hochwertigen Ausbildung haben. Mit der Bildung kommt auch die Entwicklung eines Landes. Bild: Pexels

Entwicklung dank Bildung

Mit ihrer dualen Berufsbildung und umfassenden Grundbildung verfügt die Schweiz über ein fortschrittliches Bildungssystem. Die Koordination zwischen Grundbildung, Berufsbildung und sozioprofessioneller Integration wird in der Schweiz gefördert und trägt zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung bei. Um die ambitionierten Zielsetzung der UNO zu erreichen und solche Bildungsqualität auch ausserhalb von Schweizer Grenzen zu fördern, braucht es das Engagement verschiedenster Player. Auch Unternehmen und Institutionen sind Akteure, die zu einer hochwertigen Bildung für alle beitragen können.

Austausch fördern

Schulen, Bildungsinstitutionen und Universitäten können beispielsweise Lehrkräfte an ausländische Schulen schicken, damit sie dort ihr Fachwissen vermitteln und qualitative Unterrichtsformen aufbauen können. Dieselben Institutionen haben auch die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern aus Ländern mit einem geringeren Bildungsstandart, Stipendien oder Auslandsemester an einer hiesigen Schule anzubieten. So erhalten solche Menschen eine Chance, ihren Bildungshorizont zu erweitern und trotz geringer finanzieller Mittel eine Schule oder Universität zu besuchen.

Qualitative Infrastruktur und Lernmittel

Nicht nur Bildungsinstitutionen haben die Mittel, sich für gleichberechtigte und hochwertige Bildung einzusetzen. Auch eine gute Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung, um qualitativ gute Schulen und Bildungsangebote aufzubauen. Bauunternehmen können einen Einsatz leisten, indem sie sich am Bau einer Schule in Entwicklungsländern beteiligen. Firmen, die indessen Bauwerkzeuge und -material herstellen, können Produkte zur Unterstützung eines Schulbauprojekts spenden oder zu günstigeren Preisen vertreiben. Diese Möglichkeit haben im Übrigen auch Firmen, die Büromaterial, IT-Produkte oder Möbel herstellen – all diese Produkte sind entscheidende Mittel, um gute Schulen aufzubauen. Schulen und Universitäten können altes Schulmaterial in einem Container sammeln und diese als Lernmittel an Entwicklungsländer spenden. Entspricht keine dieser Optionen einem Unternehmen, um sich zu engagieren, bleibt natürlich immer noch die Geldspende. NGOs wie Enfants du Monde oder Co-Operaid, die sich für hochwertige Bildung in Entwicklungsländern einsetzen, sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Kommunikation macht attraktiver

Das Engagement zu kommunizieren, ist dann der nächste Schritt. Entscheidend dabei ist, das Potenzial der Kommunikation zu erkennen. Wird das Engagement sichtbar kommuniziert, kann ein Unternehmen dadurch attraktiver werden. Nicht nur im Sinne von «wir sind ein moralisch gutes Unternehmen, kauft deshalb Produkte bei uns ein», sondern auch beispielswiese in Bezug auf potenzielle Mitarbeiter. In der heutigen Zeit erleben Freiwilligenarbeit im Ausland oder Work-and-Travel-Konzepte einen regelrechten Boom. Wenn ein Unternehmen solche Einsätze anbietet, ist das ein grosses Plus. Neben den Stellenausschrieben sollte das Engagement natürlich auch auf der Website beschrieben werden. Projekttage zum Thema Bildung für alle, welche die Mitarbeitenden aktiv mitgestalten und zu denen dann Medienschaffende zur Berichterstattung eingeladen werden, sind eine weitere Möglichkeit das Engagement nach aussen zu kommunizieren.

Weiter geeignet sind Kommunikationsmittel wie Websites, Social Media, Broschüren bis hin zu Verpackungen, auf denen auf das Engagement hingewiesen wird: online wie offline sind die Möglichkeiten vielfältig. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, das Engagement auf verschiedenen Kanälen zu kommunizieren. Das Potenzial und die Wirkungskraft von Kommunikationsmassnahmen sollten nicht unterschätzt werden. Bildung mag die mächtigste Waffe sein, um die Welt zu verändern – Kommunikation ist die mächtigste, um sichtbar zu machen, wofür das eigene Unternehmen steht.

Handfestes Engagement für die Agenda 2030

Die UNO verabschiedete 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese umfasst insgesamt 17 Hauptziele, die die Staatengemeinschaft bis 2030 erreichen will. In einer Newsserie stellen wir alle Ziele für nachhaltige Entwicklung einzeln vor und zeigen auf, wie Unternehmen und Institutionen sich für diese Ziele engagieren können. In jedem Newsbeitrag geben wir zudem Inputs, wie das Engagement erfolgreich kommuniziert werden kann.